"Jetzt bin ich schon wie meine Eltern"
Prägungen aus der eigenen Kindheit wirken unbewusst. Bei der Kindererziehung rutscht man, obwohl man es 'besser machen will', in Muster, die in der Kindheit angelegt wurden. Die Autoren, Psychotherapeuten mit beliebtem Podcast, helfen den Leser:innen,
den eigenen Prägungen auf die Spur zu kommen. „Wie bin ich geworden, wer ich bin? … Und was gebe ich selbst weiter - an meine Kinder, an Menschen, die mir nahe sind?“ (S. 10). Sie zeigen, wie autoritäre, behavioristische und bedürfnisorientierte Erziehung prägt und wie man diese Prägungen überwinden kann. Man lernt auch, Konflikte reif zu lösen, auch stehen zu lassen. Selbstreflexion, Bewusstwerdung, Veränderung; wenn Eltern eigene Verletzungen loslassen, entwickeln sie sich, wie auch die Kinder, in der Beziehung, Bedürfnisse werden bei beiden feinfühlig beachtet. Am Puls der Zeit und sehr zu empfehlen.
Karola Bartel
rezensiert für den Borromäusverein.
"Jetzt bin ich schon wie meine Eltern"
Cécile Loetz & Jakob Müller
Hanser (2026)
271 Seiten
kt.