Mein Gott, warum mache ich das?

Jannik Müller wurde 1995 geboren und gehört somit zu jener Generation, die zu Beginn des Internetzeitalters geboren wurde. Er beschreibt aus seiner Sicht die Auswirkungen dieser Entwicklung. Wie bekommt man die viel beschworene Work-Life-Balance Mein Gott, warum mache ich das? hin, wenn beides mit überbordenden Erwartungen belastet ist? Wie geht man mit gescheiterten Beziehungen um, wo doch andere (angeblich) alles im Griff haben und glücklich sind? Müller spricht immer wieder die eigenen Erfahrungen an. Seine Kompensation von der inneren Zerrissenheit ist der Sport, genauer der Triathlon, doch hier wiederholt sich der Mechanismus, dem er entfliehen will. Selbstoptimierung auf einem Weg, auf dem man nie ankommt. – Das Buch ist kein analytisches Sachbuch. Es ist eher im Stil eines inneren Monologes verfasst. Müllers Sprache ist humorvoll bis sarkastisch. Schonungslos deckt er die Untiefen hinter der perfekten Hochglanz-Oberfläche des Internets auf. An manchen Stellen drehen sich die häufig flapsig vorangetriebenen Gedanken im Kreis, manche verlieren sich in einem Bedeutungsnebel. Doch das ändert nichts daran, dass das Buch eine lebendige Auseinandersetzung mit den Hoffnungen und Ängsten unserer Zeit ist.

Walter Brunhuber

Walter Brunhuber

rezensiert für den Borromäusverein.

Mein Gott, warum mache ich das?

Mein Gott, warum mache ich das?

Jannik Müller
Herder (2026)

188 Seiten
kt.

MedienNr.: 625076
ISBN 978-3-451-03661-3
9783451036613
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi
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