Warum lässt der gute Gott uns leiden?

Dieser schmale Band über ein großes Thema entpuppt sich als außerordentlich geglückte Zusammenstellung von theologisch fundierten, glaubend verbürgten und verständlichen Überlegungen zur großen Frage nach Gott und dem Leid. Der Autor verkleinert Warum lässt der gute Gott uns leiden? das Leid und das Böse, zu dem Menschen fähig sind, nicht, und tappt nicht in die Falle, durch ein Hinweggehen über die Wirklichkeit des Leidens die Theologie zu dehumanisieren. Im Gegenteil nähert er sich dem Thema behutsam und wissend um die namenlosen Schrecken, vor denen die glaubende Rede von Gott bestehen können muss. Im ersten Teil umreißt er alte und neue theologische Ansätze zum Umgang mit der Frage nach Gott und dem Leid. Der zweite Teil stellt fünf Weisen vor, als glaubender Mensch mit dem Leid umzugehen, und der dritte Teil nähert sich der Eschatologie, also der Lehre von den Letzten Dingen, als Antwort Gottes auf das menschliche Leid. Diese Verbindung von großen Fragen des Glaubens mit einem glaubenspraktischen Umgang mit dem Leid wird dem Thema gerecht und bewahrt sowohl das Geheimnis Gottes als auch das des leidenden Menschen. Der Titel setzt keine theologischen Vorkenntnisse voraus. Sehr gerne empfohlen!

Annette Jantzen

Annette Jantzen

rezensiert für den Borromäusverein.

Warum lässt der gute Gott uns leiden?

Warum lässt der gute Gott uns leiden?

Johannes B. Brantschen
Herder (2015)

Herder Spektrum ; 6818
160 S.
kt.

MedienNr.: 798647
ISBN 978-3-451-06818-8
9783451068188
ca. 9,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Re
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