Zwei in einem Bild
Claire ist alleinerziehende Mutter und hat endlich Arbeit gefunden. Nach der Besuchszeit ist sie für die Reinigung eines Saals in einem Kunstmuseum zuständig. Da sie nach der Öffnungszeit arbeitet, betrachtet sie intensiv die ausgestellten Kunstwerke.
Besonders ein Gemälde von Matisse hat es ihr angetan. Der Künstler hatte im Jahr 1917 seine Familie gemalt und Claire findet dessen Sohn Jean einfach süß. Oft steht sie vor dem Bild und führt Selbstgespräche, nichtsahnend, dass Jean sie hören kann und sich in sie verliebt. Bald jedoch bemerkt sie, dass sich die Menschen in den Gemälden bewegen und als Jean seine Hand nach ihr ausstreckt, lässt sie sich ins Gemälde ziehen. Das ist der Beginn einer besonderen Liebesgeschichte, aber hat sie auch eine Zukunft? Und übersteht sie die Trennung durch den Lockdown während Corona? – Diese wundersame, fantasievolle Liebesgeschichte wird beim nächsten Besuch eines Kunstmuseums sicher in Erinnerung treten und dazu anregen, die Gemälde genauer in den Blick zu nehmen. Für alle Büchereien geeignet.
Gabriele Berberich
rezensiert für den Borromäusverein.
Zwei in einem Bild
Morgan Pager ; aus dem amerikanischen Englisch von Kerstin Fricke
Hoffmann und Campe (2026)
350 Seiten
fest geb.