Die Tage in der Buchhandlung Morisaki
Die junge Japanerin Takako fällt aus allen Wolken, als ihr Freund rüde die Beziehung beendet. Sie kündigt ihren Job und zieht nach Jinbocho, das berühmte "Bücherviertel" Tokios, zu ihrem Onkel Satoru in dessen Antiquariat. Zunächst findet sie
sich mit ihm und der Situation zwischen den vielen Büchern gar nicht zurecht. Doch dann beginnt sie zu lesen und ihr Befinden ändert sich: Sie öffnet sich wieder für das Leben, lernt ihren Onkel als wunderbaren Menschen kennen und findet neue Freunde. Dann erscheint Satorus verschollene Frau Momoko, und mit ihrer unkonventionellen Art "heilt" sie Takako endgültig, sodass diese auch eine neue Liebe und die Lust am Leben vollends findet. – Ein kleiner, aber ungemein poetischer Roman über Bücher und die positive Kraft des Lesens, über Menschen und ihre Beziehungen, voller Melancholie, aber auch Heiterkeit, der den Leser ab der ersten Seite fesselt und auch gut in zwei bis drei Stunden zu bewältigen ist.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Tage in der Buchhandlung Morisaki
Satoshi Yagisawa ; aus dem Japanischen von Ute Enders
Insel Verlag (2024)
insel taschenbuch ; 5037
173 Seiten
kt.