Eddos goldenes Lächeln
Für Maria Eddo ist Mutterschaft das höchste Glück, doch all ihre Kinder sterben, bis sie sich eines Tages mit dem Verrückten einlässt und Lucy zur Welt bringt. Lucy hat im Dorf im Süden viele Mütter, denn Maria Eddo kümmert sich aus Angst,
auch dieses Kind zu verlieren, kaum um ihre Tochter. Lucy wächst heran und lernt Marco kennen, der mit ihr aus Furcht vor Unruhen in den muslimischen Norden geht. Alles ist fremd für Lucy, die Sprache, die Wohnungen, die Art zu kochen. Sie vermisst ihre Heimat, doch bald ist sie umringt von einer Kinderschar, denn sie möchte einen Ausgleich schaffen für die Kinder, die ihre Mutter Maria Eddo verlor. – Aus unterschiedlichen Perspektiven gibt Stella Gaitano in ihrem Debütroman Einblicke in die Lebensrealität im Sudan, einem zerrissenen Land, in dem weibliche Genitalverstümmelung, patriarchale Gewalt und Analphabetismus das Schicksal der meisten Frauen bestimmen. Vielen Leser:innen empfohlen.
Martina Häusler
rezensiert für den Borromäusverein.
Eddos goldenes Lächeln
Stella Gaitano ; aus dem Arabischen von Larissa Bender
Kiepenheuer & Witsch (2026)
282 Seiten
fest geb.