Die Radleys
Die Radleys gehören zu einer der ältesten Vampir-Familien Englands, doch Helen und Peter haben sich wegen ihrer Kinder Rowan und Carla für ein gutbürgerliches, abstinentes und reichlich kompliziertes Leben entschieden. Doch dann passiert es, Carla
leckt buchstäblich Blut und der Alltag der Familie ändert sich grundlegend, zumal auch noch Peters überaus blutrünstiger Bruder Will auftaucht. Mehr und mehr verfällt die Familie dem Blutrausch und stellt fest, dass das Leben als praktizierender Vampir durchaus seinen Reiz hätte, wäre da nicht diese lästige Sondereinheit der Polizei. - Endlich erfahren wir, dass die Bis(s)-Romane weit an der rauen Wirklichkeit vorbeigeschrieben wurden. Natürlich sind die Vampire unter uns und sie fallen nicht einmal besonders auf. Sie wirken nur etwas blass und kränklich, solange sie abstinent leben. Haig spinnt das Thema genüsslich aus, gibt familiäre Einblicke in das gar nicht so außergewöhnliche Privatleben und zieht nach dem fulminanten Finale den einzig logischen Schluss: Vampire sind auch nur Menschen! Für alle Fans des beißenden Gewerbes sehr zu empfehlen! (Übers.: Friederike Levin)
Beate Mainka
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Radleys
Matt Haig
Kiepenheuer & Witsch (2010)
424 S.
fest geb.