Couchsailing auf dem Atlantik
Timo Peters ist per Anhalter über den Atlantik gesegelt. Den Begriff "Couchsailing" hat er vom "Couchsurfing" abgeleitet, bei dem man kostenlos für ein paar Tage in fremden Städten privat übernachten darf. Auf dem Segelboot ist das das altbekannte
Prinzip "Hand gegen Koje". Peters, der ein begeisterter Couchsurfer ist, erzählt, wie er von Gibraltar über die Kanaren nach Brasilien gesegelt ist und dort Karneval gefeiert hat. Er erlebt ein Segelabenteuer mit allem, was dazu gehört: Seekrankheit, Sturm, Flaute, Delfine und natürlich Warten: auf eine Mitsegel-Möglichkeit, auf Ersatzteile, auf den richtigen Wind. Das ist spannend und unterhaltsam geschildert, ein paar aussagekräftige Fotos geben zusätzlich einen visuellen Eindruck von der Reise. Mühsamer gestalten sich die Seiten, bis es soweit ist, denn Peters erzählt auch, wie er auf die Idee kam und welchen Anlauf es brauchte, bis er in Gibraltar das erste Bott gefunden hat. Da wird ziemlich viel gefeiert, Alkohol fließt reichlich - das wollte ich in der Breite gar nicht wissen. - Für junge Menschen, die von Segelabenteuern träumen insgesamt eine Lektüre, die träumen lässt. Ab mittleren Beständen.
Couchsailing auf dem Atlantik
Timo Peters
Kiepenheuer & Witsch (2021)
313, [8] Seiten : Illustrationen (farbig), Karten
kt.