Die Liebe hört niemals auf

Als allgemeines Ziel von Trauerverarbeitung wird häufig das bewusste Loslassen des Verstorbenen gesehen. Dabei suchen trauernde Angehörige nicht selten nach einer auch emotionalen Verbundenheit über den Tod hinaus. Diesen Weg geht auch die Autorin, Die Liebe hört niemals auf eine praktizierende Psychotherapeutin und Pfarrerin. Indem sie anhand des Märchens vom Aschenputtel, das seine Trauer über den Verlust der Mutter durch liebende Verbundenheit verarbeitet, und von Geschichten von trauernden Menschen aus ihrer Praxis als neues Ziel die sich wandelnde Verbundenheit mit dem Verstorbenen proklamiert. Hilfreich dafür sind unter anderem Übungen, die entweder kreativer Natur sind oder den Körper direkt betreffen, die den Umgang mit dem Verlust, das Weiterleben und die Orientierung in der eigenen Lebenslandschaft erleichtern sollen. Rituale und besondere Orte der Erinnerung können bei der Verarbeitung ebenso helfen wie Träume, spirituelle Verbundenheit über Engel oder Naturerlebnisse. Auch wenn die Wege der Trauerarbeit aufgrund der unterschiedlichen Schicksale sehr verschieden sind, sollte doch im Laufe der Zeit ein neues Selbstvertrauen, ein neuer Sinn für das Leben und ein warmes Gefühl bei den Hinterbliebenen entstehen. - Als Begleiter für Trauernde und deren Angehörige sehr zu empfehlen!

Veronica Suttner

Veronica Suttner

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Die Liebe hört niemals auf

Die Liebe hört niemals auf

Ina M. König
Patmos (2009)

194 S. : Ill.
kt.

MedienNr.: 308109
ISBN 978-3-491-40145-7
9783491401457
ca. 16,90 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Fa
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