Die nächste Stufe der Evolution
Bis 2030 werden KI-Anwendungen die Fähigkeiten von Experten in Bereichen wie Medizin, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Technologie, Recht, Sport und Kunst übertreffen. Dadurch könnten alle Weltprobleme wie Armut, Unwissenheit, Krankheit, Energieknappheit,
Unsicherheit, Artensterben oder Klimawandel gelöst werden. Dann beginnen menschliche und technische Intelligenz, zu einer heute noch gar nicht verstehbaren Superintelligenz zu verschmelzen, sie mutieren also zu einem „Singular“: Winzige Geräte verbinden dauerhaft die Neuronen eines Menschen im Gehirn mit seinen duplizierten Neuronen in einer Cloud. Diese kühne (und aus Sicht des Rezensenten hoffentlich nicht eintreffende) Vision lässt Negatives häufig aus, etwa Risiken, wie Arbeitsplatzverlust, Wettrüsten oder kriminellen Missbrauch. Es werden auch philosophische Theorien aufgegriffen, aber vieles bleibt hypothetisch. Und was die Folgen dieser Unsterblichkeit wohl für die Menschheit bedeuten? Ein umfangreiches und visionäres Sachbuch zu einem speziellen Thema, das in ausgebauten Beständen möglich ist.
Michael Müller
rezensiert für den Borromäusverein.
Die nächste Stufe der Evolution
Ray Kurzweil ; aus dem amerikanischen Englisch von Sigrid Schmid [und zwei weiteren]
Piper (2024)
494 Seiten : Illustrationen, Diagramme
fest geb.