Berengar

Eigentlich sollte Berengar nach Abschluss der Stiftschule in Köln die Lehnsgüter seines Vaters verwalten, der im Dienste Herzog Heinrichs steht. Doch als sein Bruder Boso bei einem Streit getötet wird, kehrt er nach Hause zurück. Zu den Aufgaben, Berengar die ihn erwarten, gehört die Verpflichtung, König Friedrich, dessen Lehnsmann der Herzog ist, zur Kaiserkrönung nach Rom zu begleiten. Bald gehört Berengar zum engsten Kreis um Friedrich. Er muss sich als Spion in Mailand beweisen und ist maßgeblich an der Eroberung der aufmüpfigen Stadt Tortona beteiligt. Als er über die Alpen zurückkehrt, wird sein eigenes Zuhause von Feinden bedroht. Berengar gelingt es, die Farnburg zu retten, doch sein Vater kommt dabei ums Leben. – Römlings Hauptfigur ist ein Held klassischen Stils. Er schlägt sich durch die Kämpfe und Gefahren wie ein übermütiger Lausbub. In der Geschichte des Mittelalters kennt der Autor sich aus. Das Buch ist – trotz einiger historischer Freiheiten – voller interessanter Fakten zum Kriegshandwerk und zum Alltagsleben der damaligen Zeit. Ein spannender Roman, dem es nicht an Humor fehlt, dessen Figuren allerdings in stereotypen Verhaltensweisen verhaftet bleiben. Das Buch ist der erste Band einer geplanten Reihe über die Hauptfigur Berengar.

Walter Brunhuber

Walter Brunhuber

rezensiert für den Borromäusverein.

Berengar

Berengar

Michael Römling
Rowohlt Taschenbuch Verlag (2026)

494 Seiten : Karte
kt.

MedienNr.: 626322
ISBN 978-3-499-01894-7
9783499018947
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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