Familie ohne Burnout
In einer Zeit, in der immer mehr Menschen jeden Alters unter Erschöpfung leiden, stellt die Autorin dar, wie Erschöpfung durch nicht gelingende Beziehungen entsteht, und zeigt, wie Eltern ihren Kindern eine gesunde Beziehungsfähigkeit mit auf den
Weg geben können, um nicht selbst auch als erschöpfte Erwachsene zu enden. Krankheit im seelischen Bereich entsteht, wenn es Kränkungen des eigenen Ich gibt. Soll dies verhindert werden, müssen Menschen zunächst lernen, eine gute Beziehung zu sich selbst zu führen. Da die Begegnung mit unserem eigenen Kind immer unser eigenes Ich berührt, liegt der Schwerpunkt im ersten Teil auf dem eigenen Ich, der eigenen Vergangenheit und unserem Verständnis von unserer Rolle. Dazu gehört auch, sich mit der eigenen Kindheit, möglichen Verletzungen in der Kindheit und der Beziehung der eigenen Eltern zu beschäftigen. Denn eine unerfüllte Kindheit ohne Geborgenheit und Stärkung kann dazu führen, dass Menschen als Eltern versuchen wiedergutzumachen, was ihnen damals gefehlt hat. Danach folgt ein Teil, in dem beschrieben wird, wie wir eine gesunde Beziehungsgrundlage zu unseren Kindern gestalten können. Dies gelingt wie auch bei der Beziehung zu uns selbst im Dialog, der hier mehr als nur miteinander reden meint, sondern eine gesunde Beziehungshaltung, die sich in Wort und Tat zeigt und immer die drei Aspekte Gleichberechtigung, Gleichgewicht zwischen Geben und Nehmen und eine gesunde Atmosphäre beinhaltet und von Interesse, Offenheit, Empathie, Augenhöhe, Respekt, Wertschätzung und Liebe geprägt ist. – Ein Ratgeber für alle, die lernen wollen, gesunde Beziehungen zu führen, um damit für ihr eigenes seelisches Wohlbefinden zu sorgen und vor allem den eigenen Kindern eine gesunde Beziehungsgrundlage zu schaffen.
Ulla Hittmeyer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Familie ohne Burnout
Mirriam Prieß
südwest (2026)
329 Seiten : Illustrationen
kt.