Einfach Sunny

Zufällig stolpert Sunny mit ihrem Blindenstock über den Jungen Ben, der ein lila Kuschelmonster verloren hat. Während der Suche stolpern sie gemeinsam über ihre jeweiligen Probleme: Ben muss die Beziehung zu seinem besten Freund retten, was nur Einfach Sunny mit Hilfe des lila Kuschelmonsters geht. Sunny will weg von der Blindenschule an eine normale Schule, muss sich aber gegen Vorurteile sowohl bei anderen Kindern als auch bei ihren Eltern wehren. Gemeinsam erleben die beiden einiges auf der Suche, erhalten Hilfe von unerwarteten Menschen und können sich sogar gegen Mobbing wehren. – Die Behinderung von Sunny ist ein Leitmotiv, aber die Behinderung wird aus Sicht der Behinderten selbst thematisiert, es werden Vorurteile widerlegt und die Welterfahrung einer Blinden wird veranschaulicht. So schafft es die Erzählerin tatsächlich, von einer blinden Protagonistin ohne „inspiration porn“ zu berichten und keine gängigen Vorurteile gegenüber Behinderten für den Verlauf der Erzählung zu nutzen. Sunny bleibt ein normales Kind, auch mit Behinderung, darf Fehler machen und behält eine individuelle Perspektive. Damit eignet sich das Buch, um gelebte Diversität zu veranschaulichen. Der Text ist dialoglastig, sodass er sich gut zum Selbstlesen ab 8 Jahren eignet. Ein Vorlesen wird dadurch erschwert, dass die Kapitel entweder aus der Sicht von Ben oder aus der Sicht von Sunny erzählt sind. Durch den Perspektivwechsel eignet sich das Buch für Kinder aller Geschlechter.

Janina Dillig

Janina Dillig

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Einfach Sunny

Einfach Sunny

Maren Graf ; mit Bildern von Olivia Vieweg
Thienemann (2026)

198 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.

MedienNr.: 755590
ISBN 978-3-522-18863-0
9783522188630
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 8
Systematik: K
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