Im Sommer der Wildbienen
Endlich Ruhe und übersichtliche Beschaulichkeit erhofft sich die junge, autistische Studentin Flora, als sie das quirlige Köln verlässt, um im alten Haus ihrer verstorbenen Oma in der Eifel einen Neubeginn zu wagen. Gartenarbeit, Fernstudium und
möglichst wenige Kontakte, das sind ihre Vorstellungen. Doch natürlich kommt es anders und sie muss sich auch hier mit den Menschen in der dörflichen Nachbarschaft auseinandersetzen. Aber die Menschen sind freundlich-hilfsbereit, ohne aufdringlich zu sein, denn scheinbar ist ihnen Floras Verhalten nicht ganz fremd. Und dann lernt Flora die junge Eden im örtlichen Café kennen und eine zarte Liebesgeschichte entspinnt sich zwischen den Frauen, beide auf der Suche nach ihrem selbstständigen Leben. Dennoch muss Flora sich immer wieder überwinden, quasi einen Mutausbruch bekommen, um die Herausforderungen in ihrem neuen Alltag zu bewältigen. Besonders im zwischenmenschlichen Bereich stellt ihre Einschränkung Autismus eine große Herausforderung dar. Da hilft die Liebe zu Eden, ihr Garten mit den Wildbienen und dass das Leben hier im dörflichen Umfeld etwas langsamer läuft. – Leichte Sommergeschichte einer lesbischen Liebe, die um Verständnis für Menschen mit der Beeinträchtigung Autismus wirbt. Breit einsetzbar.
Karin Steinfeld-Bartelt
rezensiert für den Borromäusverein.
Im Sommer der Wildbienen
Nina Mayen
Ullstein (2026)
282 Seiten
kt.