Über Bord
Als der Südafrikaner Brett Archibald mit einundfünfzig Jahren zu einem Surfurlaub mit Freunden aufbricht, ahnt er nicht, in welche Gefahr ihn diese Reise bringen wird. Ziel sind die Mentawai-Inseln im Indischen Ozean, ein Paradies für Surfer. Am
17. April 2013, während eines Sturmes in der Meerenge von Selat Mentawai, geht Brett Archibald unbemerkt über Bord des Charterbootes Naga Laut und treibt 28 Stunden lang im Indischen Ozean. Diese Stunden hat Archibald in seinem Buch wieder lebendig werden lassen. Schönheit und Grausamkeit der Natur liegen dabei eng zusammen. Archibald wechselt während der Schilderungen immer wieder die Perspektive und bezieht auch die Rettungsbemühungen, die sofort anlaufen sowie die Auswirkungen des Geschehens auf seine Familie mit ein. Die Genauigkeit und die Farbigkeit, mit der er seinen Überlebenskampf beschreibt, erinnern eher an einen Roman, als an einen Erlebnisbericht, machen das Buch aber zu einem spannenden und informativen Leseabenteuer. Das Buch ist aus der Zusammenarbeit aller Beteiligten entstanden, aus deren Aussagen die Ereignisse, die damals auch eine große mediale Aufmerksamkeit fanden, rekonstruiert wurden.
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Über Bord
Brett Archibald
Fischer-Taschenbuch (2018)
367 S. : Kt.
kt.