Ein Sommer auf Kullerö
Endlich Sommerferien! Jetzt können die neunjährige Tilla, ihr älterer Bruder Björn und sein Freund Oscar unendliche Sommertage voller Erlebnisse auf ihrer schönen Insel Kullerö genießen. Für Tilla ist die Freude etwas getrübt, weil sie so
gerne eine Freundin auf der Insel hätte. In einem alten Baum soll es einen Troll geben, der Wünsche erfüllt. In der Hoffnung, dass sie eine Freundin bekommt, schreibt Tilla einen Brief an ihn. Kurze Zeit später kommt eine Familie aus Stockholm auf die Insel, um das leerstehende Hotel zu übernehmen. Die Tochter der neuen Bewohner, Kari, ist zwar in Tillas Alter, wirkt aber ziemlich abweisend und lässt sich nicht so leicht von den anderen Kindern mitreißen. Ihr kleiner Bruder Benka fügt sich dagegen schnell ins Inselleben ein. Als die ganze Nachbarschaft beim Renovieren des Hotels mithilft, kommen sich auch die beiden Mädchen näher. – Greta Svensson ist das offene Pseudonym für die schwedenaffine Autorin Barbara Rose, die zuvor mit „Kleine Luzia“ ein Kinderbuch über die Bräuche um die schwedische Lichterkönigin geschrieben hat. Mit dieser zeitlosen sommerlichen Geschichte fängt Rose etwas von der typischen erwartungsvollen Stimmung zu Beginn der Sommerferien ein. Die anfänglichen Berührungsängste der beiden Mädchen und das kurzzeitige Verschwinden eines der Kinder bringt etwas Tiefe und Spannung in die Idylle hinein. Die Illustrationen der Österreicherin Verena Wugeditsch in zarten Pastelltönen verstärken den verträumten Grundton der Erzählung. – Kurzweilige Sommergeschichte zum Vorlesen oder Selbstlesen für Kinder ab 5 Jahren.
Maria Holgersson
rezensiert für den Borromäusverein.
Ein Sommer auf Kullerö
von Greta Svensson ; mit Illustrationen von Verena Wugeditsch
Coppenrath (2026)
171 Seiten : Illustrationen (farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 5