Astrologica
Viele kennen ihr Sternzeichen oder erkennen einige Sternbilder am Himmel. Suki Ferguson beleuchtet Geschichten und Legenden, die sich hinter den Tierkreiszeichen, Sternbildern und Planeten verbergen. Viele der Tierkreiszeichen sind laut griechischen
Mythen entstanden, weil Zeus Tiere oder Menschen für besondere Taten an den Nachthimmel gesetzt hat. So hat der Göttervater einen Widder dort verewigt und Pan als Steinbock unsterblich gemacht. Die Planeten sind nach römischen Göttern und Göttinnen benannt. Bei den afrikanischen San ist der Mond ein Mann, dem die eifersüchtige Sonne regelmäßig ein Stück abschneidet. Auch zu den Sternen gibt es Legenden. Die Inka sahen in der Milchstraße den Lama-Geist Yacana. Zudem erfahren wir, wie unsere Vorfahren ihre Landkarten, Kalender und Uhren nach den Himmelskörpern ausgerichtet haben und was der Unterschied zwischen Astronomie und Astrologie ist. Optisch ist das Buch eine prächtig und lebhaft bebilderte Augenweide. Der Verdienst der Autorin ist, dass sie sich nicht auf die griechische und römische Mythologie beschränkt, sondern die vielfältigsten Vorstellungen über die Bedeutung unserer Himmelskörper aus unterschiedlichsten Kulturen zusammengetragen hat. Mythen der Inka, Maya und von indigenen Völkern in Amerika, Afrika und Australien sind hier versammelt. Auch wer keine Horoskope liest und Sternenkonstellationen verfolgt, findet hier einen kulturellen Mythenschatz, der es wert ist, entdeckt zu werden. – Das galaktisch gut gestaltete Geschichten- und Sachbuch ist für alle kleinen und großen Sterngucker, Mythensammlerinnen, Astrologie- und Astronomie-Fans ein Lesevergnügen.
Melanie Schubert
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Astrologica
geschrieben von Suki Ferguson ; illustriert von Camelia Pham ; übersetzt von Stefanie Brägelmann [und 1 weiteren]
E.A. Seemann Bilderbande (2026)
111 Seiten : zahlreiche Illustrationen (farbig)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 10