Palastplatte
Henriette wächst mit liebevollen Eltern, ihrer besten Freundin Mo und einer hilfsbereiten Nachbarschaft in einer Hochhaussiedlung auf. Mit ihren dreizehn Jahren beschäftigen sie allem voran ihre Beliebtheit in der Schule und ihre Gefühle für Mo,
bis eines Tages die psychischen Probleme ihres Vaters nicht mehr zu übersehen sind. Auf die Diagnose Schizophrenie folgen Krankenhausaufenthalte, Persönlichkeitsveränderungen und Suizidversuche. Henri fällt es zunehmend schwer, ihr eigenes Leben zu leben und ihrer Liebe zu Mo nachzugehen. Noch bis tief ins Erwachsenenalter nimmt die Erkrankung ihres Vaters und die Angst, die Veranlagung für Schizophrenie geerbt zu haben, eine entscheidende Rolle in ihrem Leben ein. – "Palastplatte" ist nicht nur ein sehr gelungener Roman über die vielfältigen Auswirkungen psychischer Erkrankungen auf alle Betroffenen, sondern zugleich eine lesenswerte Coming-of-Age-Geschichte über Freundschaft und wahre Liebe. Gerne zu empfehlen!
Marlene Knörr
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Palastplatte
Mara Floren
Schöffling & Co. (2026)
223 Seiten
fest geb.