Das große Buch vom Frauenfußball
Nach einem Rückblick auf die Geschichte des Frauenfußballs bis 1974, das Jahr, in dem der Deutsche Fußballbund die erste deutsche Meisterschaft ausrichtete, widmet sich ein großer Abschnitt dem Frauen-Vereinsfußball. Danach geht es um die Nationalmannschaft,
die sich durch ihre überragenden Erfolge medienwirksam präsentierte. Plötzlich wurden Spiele in voller Länge live übertragen und unter den Zuschauern fand man mehr Männer als Frauen. Die Fußballtechnik der Frauen wurde immer besser und der weitestgehende Verzicht auf übergroße Härte führte zu technisch und taktisch sehr ansehenswerten Spielen. Rekordnationalspielerin Birgit Prinz wurde in der Öffentlichkeit durchaus bekannt. Fatmire Bajramai, das "Glamourgirl" oder gar die derzeit erfolgreichste Torjägerin Célia Okoyino da Mbabi, um nur zwei Namen zu nennen, vertreten die aktuelle Generation der fußballspielenden Nationalspielerinnen, die zusammen mit ihren Kolleginnen in einem weiteren Teil vorgestellt werden. Ein Spaziergang durch den weltweiten Frauenfußball beschließt die Berichte. Die nicht überladenen statistischen Zusammenfassungen im Anhang eignen sich sehr gut zum Nachschlagen. Viele Bilder und eine aufgelockerte Darstellung machen das Buch zu einer unterhaltsamen Lektüre.
Gerd Fleder
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das große Buch vom Frauenfußball
Christoph Bausenwein
Verl. Die Werkstatt (2013)
94 S. : zahlr. Ill. (überw. farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 9