One last shot
Der Roman führt die Leser:innen in die Welt der Mode und zu Emerson, die als Top-Model in der Welt unterwegs ist. Sie hat sich gerade von einem Mann getrennt, der nicht so belesen ist, wie er sich gibt. Mitten in diese Situation platzt eine Handy-Nachricht
– eine Erinnerung an einen Vertrag, den sie zehn Jahre zuvor mit ihrem besten Freund geschlossen hatte. Sollte sie mit 28 Jahren noch nicht verheiratet sein, würde sie ihn heiraten. Emerson macht sich auf die Suche nach Theo, der als Modefotograf unterwegs ist. Es gelingt ihr, für ein Shooting mit ihm engagiert zu werden. Doch Theo ist nicht begeistert, sie zu sehen. Vor zehn Jahren, als sie gerade dabei waren, sich ihre Liebe einzugestehen, hat sie ihn ohne erkennbaren Grund verlassen und den Kontakt abgebrochen. Mit ihrer Neubegegnung beginnt ein rund vierhundert Seiten dauerndes Hin- und Her zwischen Nähe und Distanz, zwischen Foto-Sessions in schöner italienischer Umgebung und Einblicken in die schöne und unbarmherzige Welt der Mode. Obwohl sie sich zueinander hingezogen fühlen, scheint es den Akteuren nicht zu gelingen, sich zu verständigen. Die Lösung am Ende wirkt konstruiert und überzeugt ebenso wenig wie die Erzählung.
Christiane Raeder
rezensiert für den Borromäusverein.
One last shot
Betty Cayouette ; Deutsch von Sonja Fehling
blanvalet (2024)
461 Seiten
kt.