Todeskarussell
Auf dem Berliner Flughafen geschieht ein Mord. Einem Mann wird die Kehle durchgeschnitten. Kurz darauf explodiert ein Teddybär in seiner Hand und er verbrennt bis zur Unkenntlichkeit. Das Opfer ist der Bruder von Moritz von Fallbach, der sich gerade
als Regierender Bürgermeister im Wahlkampf befindet. Während ihrer Ermittlungen wird Kim von einigen Drogendealern bedroht, entkommt aber in letzter Sekunde. Stehen die Morde im Zusammenhang mit einem Drogenkartell? Eine Verbindung des zwielichtigen Geschäftsmannes Molek in die Politik legt diesen Verdacht nahe. Doch Kim stößt auf eine weitere Spur. Anfang der 90er-Jahre wurde unweit Berlins ein Brandanschlag auf ein Waisenhaus verübt. Zwölf Kinder und die Heimleiterin kamen dabei ums Leben. Ein Junge überlebte. Es ist Chris Launhoff, der Assistent des Regierenden Bürgermeisters. Gibt es eine Verbindung zu diesem Brandanschlag? – Kim Sperling ist eine eher unkonventionelle Frau, die sowohl in ihrem Privatleben als auch als Kommissarin eigene Wege geht. Auch die anderen Hauptcharaktere sind farbig gezeichnet. Die Dramaturgie der Handlung ist geschickt aufgebaut und McGinley gelingt es, die Spannung bis zur letzten Seite aufrecht zu erhalten. Die häufigen dramaturgischen Zuspitzungen gehen allerdings nicht selten auf Kosten der Glaubwürdigkeit der Handlung.
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Todeskarussell
Patrick McGinley
blanvalet (2026)
541 Seiten
kt.