Die Tote von Glenfall Castle
Glenfall – das kleine schottische Örtchen liegt abseits der großen Touristenströme. In dieses beschauliche Glenfall verschlägt es die bekannte Psychologin Fiona. Sie hofft vor allem auf eines: ein ruhigeres Leben. Doch mit der Ruhe ist es schneller
vorbei als gedacht. In Glenfall Castle, dem Wohnsitz von Lord Alexander McLeod, verschwindet ein wertvolles Gemälde. Und während das ganze Dorf noch über den mysteriösen Diebstahl rätselt, wird eine junge Frau tot aufgefunden. Gemeinsam mit Angus, einem exzentrischen Krimiautor, und Ewan, einem eher stillen und zurückgezogenen Antiquar, beginnt Fiona auf eigene Faust zu ermitteln. Aus dem zunächst zufälligen Zusammentreffen der drei entsteht eine kleine Hobby-Ermittlergruppe, die sich schon bald mitten in den Geheimnissen und Gerüchten von Glenfall wiederfindet. Und davon gibt es einige. Denn in einem Dorf, in dem jeder jeden kennt, weiß natürlich auch jeder ein bisschen mehr, als er eigentlich sollte... – Was die Geschichte so besonders macht, ist die Atmosphäre. Schon nach wenigen Seiten hat man das Gefühl, selbst mitten in Glenfall zu stehen. Man kann sich das kleine Dorf, die herbstliche Landschaft und natürlich den gemütlichen Pub direkt vorstellen und möchte am liebsten selbst mit den drei Hobbyermittlern am Tresen sitzen und über den neuesten Klatsch diskutieren. Zu Beginn werden relativ viele Charaktere eingeführt und entsprechend häufig wechselt auch die Erzählperspektive. Für erfahrene Krimi-Leser:innen dürfte das allerdings kein großes Problem sein. Die Spannung ist eher sanft – schließlich handelt es sich um Cozy Crime -, aber genau richtig dosiert, um immer weiterlesen zu wollen. Überall zu empfehlen.
Isabel Sedlmair
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Tote von Glenfall Castle
Jane T. Endon
emons: (2026)
320 Seiten
kt.