Abgründig
Der 16-jährige Tim besucht in seinen Ferien ein Abenteuercamp, in dem er schnell eine Gruppe anderer Jugendlicher kennenlernt. Weil einige aus seiner Gruppe die Aufgaben, die ihnen vom Camp gestellt werden, zu langweilig finden, beschließen sie,
auf eigene Faust zu einer Hütte in den Bergen zu wandern. Tim ist, nicht zuletzt aufgrund seiner mangelnden Bergerfahrung, skeptisch gegenüber dieser Idee. Schließlich lässt er sich von den anderen breitschlagen, vor allem ein Mädchen namens Lena, das ebenfalls dabei ist, überzeugt ihn, mitzukommen. Ralf, der am meisten Erfahrung hat, leitet die zehnköpfige Gruppe an. Als sie auf halbem Weg in ein Unwetter geraten, verfallen alle in Panik. Mit letzter Kraft gelingt es ihnen, sich zu einer verlassenen Hütte zu kämpfen, wo sie nun ausharren wollen, bis sich der Sturm gelegt hat. Als in der zweiten Nacht Ralf verschwindet und Tim mit blutigen Händen aufwacht, spitzt sich die Lage dramatisch zu. Da er bereits in seiner Vergangenheit Menschen im Schlaf verletzt hat, fürchtet Tim, dass er mit Ralfs Verschwinden etwas zu tun hat. Als die anderen dies herausfinden, misstrauen sie ihm sofort. Einzig Lena glaubt noch an seine Unschuld. Sobald sich der Sturm legt, treten die Jugendlichen den Heimweg an. Bevor sie Tim jedoch bei der Polizei melden können, klärt sich Ralfs Verschwinden auf und Tims Unschuld wird bewiesen. – Dieses Buch zeichnet sich durch hohe Spannung und eine sehr fesselnde Storyline aus. Es offenbart, dass jeder der Jugendlichen seine eigene Geschichte hat, und jede einzelne davon ist für die Lösung des Falls relevant. Ein sehr gelungenes Beispiel für das Genre Jugendthriller und für alle Bestände wärmstens zu empfehlen.
Jonas Bendner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Abgründig
Arno Strobel
Loewe (2026)
235 Seiten
kt.