Eine kleine Lady
Der Roman „Onkel Toms Hütte“, 1852 erschienen, beeinflusste maßgeblich die öffentliche Meinung gegen die unmenschliche Sklavenhaltung in den Südstaaten der USA und trug damit zum Entstehen des Amerikanischen Bürgerkriegs (1861-65) und letztendlich
unter Präsident Lincoln zur Abschaffung der Sklaverei bei. Das Leben der Autorin des Weltbeststellers, Harriet Beecher Stowe (1811- 1896), war ihrerseits geprägt durch die puritanische Strenge des Vaters, eines angesehenen Predigers, und durch lebenslanges Bestreben, als gute Christin Gottes Willen zu erkennen und erfüllen. Harriet durfte wie ihre Geschwister eine Schule besuchen, damals für Mädchen ungewöhnlich. Ihr Talent zum Schreiben fiel auf, ihre leidenschaftlich engagierten Texte in namhaften Magazinen machten sie bekannt und populär. Harriet war verheiratet mit einem Theologieprofessor, der Liebe ihres Lebens, der ihre schriftstellerischen Ambitionen voll und ganz unterstützte. Beide hatten sieben Kinder. Eines Tages wurde sie Zeugin des unfassbaren Elends schwarzer Sklaven, ein Erlebnis, das sie nie mehr losließ. – Die Autorin dieser tiefgründigen Romanbiografie hat Harriet Beecher Stowe hier auf bewegende und spannende Weise ein kleines literarisches Denkmal gesetzt. Das Buch ist bereits 2011 zu Harriets 200. Geburtstag im Brunnen Verlag erschienen und jetzt zum 130. Todesjahr im konfessionellen St. Benno Verlag mit neuem Cover wieder aufgelegt worden. Wärmstens empfohlen für alle Büchereien.
Barbara Riedl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Eine kleine Lady
Dorothee Dziewas
benno (2026)
155 Seiten
fest geb.