Der unsterbliche Zando

Fritz spürt nicht gerade einen Drang dazu, das Erbe seines Vaters, eine Brauerei, anzutreten. Als er erfährt, dass sein Vater den Betrieb verkaufen will, ist er dennoch verletzt. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist ohnehin angespannt, seit Der unsterbliche Zando Fritz' Mutter die Familie vor acht Jahren verlassen hat. Um neu anzufangen, plant Fritz, zusammen mit seinem Freund Maik Zando nach Australien zu gehen. Während der Vorbereitungen zu diesem Trip kommt Fritz jedoch einer Lebenslüge seines Vaters auf die Spur. Er hat einen unehelichen Sohn und dieser Sohn ist ausgerechnet Maik. Diese Familiengeschichte ergänzt Martin Rost mit einer Krimihandlung, deren Strukturen allerdings im Halbschatten bleiben. Will Oscar Hesse Insolvenz anmelden und sich nach Australien absetzen, im Zusammenspiel mit Maik? Schafft es Maik bis nach Australien, oder liegt er tot auf dem Friedhof, wie dies Toni, Fritz' Freundin, am Schluss des Buches andeutet? – Rost setzt seine Geschichte aus Bruchstücken zusammen, wobei Traum und Realität manchmal ineinanderfließen. Dabei schafft er mit knappen Sätzen glaubwürdige Figuren. Der Stil ist nüchtern, manchmal aber auch poetisch, wobei sich die Handlung auf verschiedenen Zeitebenen bewegt.

Walter Brunhuber

Walter Brunhuber

rezensiert für den Borromäusverein.

Der unsterbliche Zando

Der unsterbliche Zando

Martin Rost
ARS VIVENDI (2025)

202 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 622125
ISBN 978-3-7472-0664-5
9783747206645
ca. 20,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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