Wir sehen uns wieder am Meer

Schon als Kinder sind die aus Kagerø an der südnorwegischen Küste stammenden Mädchen Birgit und Tekla mit Annelise aus Oslo befreundet. Doch mit der Machtübernahme der Nazis in Norwegen trennen sich ihre Wege. Tekla bleibt daheim, Birgit und Annelise Wir sehen uns wieder am Meer arbeiten als Krankenschwestern in Oslo, bis Annelise für die Deutschen an die Front arbeiten geht. Als Birgits Russischlehrer und Geliebter stirbt, zieht sie nach Bodø, wo sie wegen ihrer Russischkenntnisse bald auch als Dolmetscherin gefragt ist. So erfährt sie von ihrer späteren Freundin Nadja, einer ukrainischen Zwangsarbeiterin, unter welchen unmenschlichen Bedingungen diese in der nahe gelegenen Fischfabrik arbeiten muss. Birgit schließt sich dem Widerstand an, indem sie heimlich den russischen Kriegsgefangenen Sascha pflegt und sich in ihn verliebt. Dadurch gerät sie nicht nur in die Fänge der Nazis, sondern auch in die des KGB. In diesem packenden Roman gelingt es Teige, mit ihren sensibel gezeichneten Figuren die Naziherrschaft lebendig werden zu lassen und gut recherchierte wahre Begebenheiten in spannende glaubwürdige Fiktion umzuwandeln. Dabei spricht sie das Thema der Kollaborateure der Nazis in Norwegen an.

Adelgundis Hovestadt

Adelgundis Hovestadt

rezensiert für den Borromäusverein.

Wir sehen uns wieder am Meer

Wir sehen uns wieder am Meer

Trude Teige ; aus dem Norwegischen von Günther Frauenlob
FISCHER (2025)

395 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 623485
ISBN 978-3-7587-0008-8
9783758700088
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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