Kunst ohne Titel
Es ist bereits das fünfte Buch im Belser-Verlag, das die Kunsthistorikerin zur zeitgenössischen Kunst vorlegt. Sie stellt 14 durchweg renommierte Künstler mit je einem Werk vor - vom Lichtkünstler Dan Flavin über Ikonen der Moderne wie Jasper
Jones und Jannis Kounellis bis zu weniger bekannten Namen wie Kirsten Pieroth und Richard Prince. Durchweg Werke, die in der Tat in ihrem Titel nach keinen Hinweis auf eine Deutung geben, also in der Regel "untitled" sind. Den Zugang zu eröffnen für "Kunst-Anfänger", für jene, die zeitgenössischen Werken oft verständnislos gegenüberstehen, versteht Danicke es mit kurzen, frischen und eng an der Beobachtung des Werks gehaltenen Texten die Lust am Hinsehen und Teilhaben zu wecken. So anregend wie fern von Bildungsballast und kunsthistorischer Fachsprache erweckt das Buch mit den gelungenen, großen Farbabbildungen die Neugier auf das Abenteuer zeitgenössischer Kunst. Empfehlenswert nicht nur für Bestände mit Kunst-Schwerpunkt.
Helmut Krebs
rezensiert für den Borromäusverein.
Kunst ohne Titel
Sandra Danicke
Belser (2014)
64 S. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.