Sartre

Als junger Student in Paris beginnt sich der literaturbegeisterte Jean-Paul Sartre für Philosophie zu interessieren, wobei er mit Gleichgesinnten wie Paul Nizan, Boris Vian oder Simone de Beauvoir zusammentrifft. Mit der gebildeten Feministin de Beauvoir Sartre beginnt er eine Beziehung, obwohl beide gelegentlichen Affären nicht abgeneigt sind. Gemeinsam entwickeln sie sich zu den Köpfen der Existenzialismusbewegung. Während des Zweiten Weltkriegs schließt sich die Gruppe dem Widerstand an, wobei sie sich über konkrete Aktionen uneins ist. Die Biografie zieht den Pfad von Sartres ersten literarischen Erfolgen über die kurze Zeit seiner Kriegsgefangenschaft bis zu seinem Amerikaaufenthalt nach Kriegsende und der Gründung der Zeitschrift "Les Temps Modernes". In einfach gehaltener Grafik und wenigen Farben entwerfen Autorin Mathilde Ramadier und Zeichnerin Anaïs Depommier ein umfassendes Bild der französischen Philosophiebewegung bis Mitte der Sechziger. In drei Kapiteln setzen sie auf einen stark episoden- und skizzenhaften Aufbau samt surrealen Einschüben, wobei Sartres fiktionales Schaffen oft nur angerissen wird. Ein wenig Grundwissen und Interesse am Sujet erweist sich von Vorteil bei der erhellenden, zugleich etwas spröden Comicbiografie.

Gregor Ries

Gregor Ries

rezensiert für den Borromäusverein.

Sartre

Sartre

Szenario: Mathilde Ramadier. Zeichn.: Anaïs Depommier
Egmont-Verl. (2016)

Graphic Novel
147 S. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.

MedienNr.: 587552
ISBN 978-3-7704-5530-0
9783770455300
ca. 24,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Ph
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