Nicht normal, aber das richtig gut
Während eines Aufenthaltes in den USA wird die junge Studentin Denise von einem Mitbewohner, der selbst das Asperger-Syndrom hat, auf ihre eigene Diagnose angesprochen. Sie fällt aus allen Wolken, da sie bis dahin nicht wusste, dass sie auch Autistin
ist. Nachdem ihr ein Arzt die Diagnose bestätigt hat, werden ihr viele Dinge und Verhaltensweisen klar, die sie von anderen Menschen, den sog. Neurotypischen unterscheidet und die ihr seit Schulzeiten immer wieder Probleme bereitet haben. So kann sie sich nicht auf eine einzelne Sache konzentrieren, sie wird immer wieder abgelenkt und die Kommunikation mit anderen Menschen fällt ihr sehr schwer, vor allem, da sie nicht in der Lage ist, in der Mimik anderer zu lesen oder Scherze zu verstehen. Sie gründet eine Zeitschrift für Autisten und ADHSler und erfährt im Zuge dieser Arbeit, dass sie auch ADHSlerin ist. Sie ist aber gut in der Lage, ihr Leben selbst zu meistern, obwohl es immer wieder Probleme gibt, z.B. sich um den Kleinkram des Alltags zu kümmern. - In diesem Buch gibt sie einen präzisen Einblick in ihre Gefühlswelt und ihren Umgang mit den unterschiedlichsten Schwierigkeiten, berichtet aber auch über zahlreiche Erfolge und weist immer wieder auf die Vorteile einer gelungenen Inklusion, nicht nur in der Schule, hin. Das Buch ist für alle Büchereien sehr zu empfehlen.
Julia Massenkeil-Kühn
rezensiert für den Borromäusverein.
Nicht normal, aber das richtig gut
Denise Linke
Berlin-Verl. (2015)
207 S.
fest geb.