Niceville
Zwei Bankräubern gelingt ein großer Coup: Über 2 Millionen Dollar erbeuten sie in der First Third Bank in einer Kleinstadt im Süden der USA. Polizist Coker deckt ihren Fluchtweg, lockt die sie verfolgenden vier Polizisten in einen Hinterhalt, erschießt
sie und bringt einen die Verfolgungsjagd filmenden Fernseh-Hubschrauber zum Absturz. Von der State-Police bis zum FBI jagt alles die brutalen Gangster, denen es aber glückt, unerkannt zu entkommen. Detective Nick Kavanaugh ermittelt aber in einer anderen Geschichte: Genau ein Jahr vorher verschwand auf mysteriöse Weise der kleine Rainey Teague. Der Junge wurde zehn Tage später bewusstlos in einer Gruft gefunden und liegt seither im Koma. Da seine Mutter kurz nach seinem Verschwinden in einem Kratersee ertrank und sein Vater sich daraufhin das Leben nahm, wurde Kavanaughs Frau Kate, eine Rechtsanwältin, zum Vormund bestellt. Der Detective steht vor einem Rätsel. Liegt ein Fluch über der Stadt? - Der Autor glänzt in seiner hochspannenden, temporeichen Geschichte mit abgefahrenen Charakteren, lässigen Dialogen und spektakulären Actionszenen. Ein knallharter, bis zum etwas enttäuschenden Finale hochspannender Thriller, bei dem so manche Geschehnisse jedoch ziemlich unrealistisch sind. Wegen einer Fülle brutaler Szenen kann das Buch auch nur weniger zart besaiteten Lesern empfohlen werden.
Günther Freund
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Niceville
Carsten Stroud
DuMont (2012)
Niceville ; 1
505 S.
fest geb.