Dodo

Als Dorian bei der Vorstellungsrunde in der neuen Klasse schon bei seinem Vornamen zu stottern beginnt und glaubt, selbst sein bester Freund Ramses lache ihn zusammen mit den anderen Kindern deswegen aus, beschließt er, nie wieder zu sprechen. Die Dodo Begegnung mit einem großen ausgestopften Dodo im Naturkundemuseum verspricht einen Ausweg aus seiner selbstgewählten Einsamkeit. Fasziniert von dem ausgestorbenen Vogel, erfindet er einen Dodo als Fantasie-Freund, der von nun an in seinem Zimmer wohnt. Eine Zeit lang glaubt Dorian, die perfekte Lösung für sein Problem gefunden zu haben. Von Dodo fühlt er sich verstanden, im Gespräch mit ihm stottert er nicht und er muss keine Angst mehr haben, ausgelacht zu werden. Doch mit der Zeit erkennt der Junge, dass er sich etwas vorgemacht hat und es an der Zeit ist, sich seinen Ängsten in der realen Welt zu stellen. Als er den unsichtbaren Freund endlich loslassen kann, erkennt er voller Staunen, dass nicht nur sein Freund Ramses ihn so akzeptiert, wie er ist. – Die niederländische Autorin, die selbst lange Jahre unter ihrem Stottern litt, erzählt mit viel Einfühlungsvermögen von Dorians schwierigem Weg aus seiner selbstgewählten Isolation. Eine nachdenkenswerte, vielschichtige und sehr komplexe Geschichte über Freundschaft, die Kraft der Fantasie und den Mut, über seine Grenzen hinauszugehen und sich anderen zu öffnen.

Angelika Rockenbach

Angelika Rockenbach

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Dodo

Dodo

Mohana van den Kroonenberg ; aus dem Niederländischen von Verena Kiefer ; mit Bildern von Thomas M. Müller
Gerstenberg (2025)

205 Seiten : Illustrationen
fest geb.

MedienNr.: 622669
ISBN 978-3-8369-6314-5
9783836963145
ca. 17,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 11
Systematik: K
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