Wege der Verwandlung
Der Priester und Seelsorger Andreas Schmidt legt ein Buch vor, das Leser und Leserinnen einlädt, sich mit den Möglichkeiten persönlicher Veränderung zu befassen und mit den eigenen Lebenswegen auseinanderzusetzen. Entstanden ist es aus Exerzitien,
und so geht es vor allem um die innere Entwicklung des Menschen. Das Buch gibt eine Hinführung zum kontemplativen Gebet, kann aber auch als Einführung dazu gelesen werden. Es liefert interessante Denkanstöße: Was prägt mein Leben? Wo brauche ich Veränderung? Und welche Rolle spielen Glaube, Hoffnung und Vertrauen auf meinem persönlichen Weg? Schmidt verbindet seine Gedanken mit Fragen, die auch im christlichen Leben eine wichtige Rolle spielen – etwa die Bereitschaft, sich selbst ehrlich anzuschauen und neue Perspektiven zuzulassen. Schmidt zeigt in diesem Buch einen Übungsweg zur Vertiefung des inneren Gebets. Er bezieht den Reichtum der Kirchenlehrer und Mystiker genauso mit ein wie aktuelle Stimmen zum kontemplativen Gebet. Der Leser kann sich so auf eine innere Reise begeben, um sich immer mehr der wirkmächtigen Gegenwart Gottes zu öffnen und aus ihr zu leben. Besonders ansprechend ist das Buch für Menschen, die sich mit ihrer eigenen Lebensgeschichte auseinandersetzen und dabei auch ihren Glauben einbeziehen möchten. Die beschriebenen Gedanken können dazu anregen, innezuhalten und über die eigenen Erfahrungen, Entscheidungen und Beziehungen nachzudenken. Für das Buch sollte man sich Zeit nehmen und die Lektüre auf einen längeren Zeitraum verteilen, um es „nachwirken“ zu lassen. Es ist hilfreich für Leserinnen und Leser, die sich mit persönlicher Veränderung beschäftigen und dabei auch die geistliche Dimension des Lebens in den Blick nehmen möchten.
Siegfried Heinemann
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wege der Verwandlung
Andreas Schmidt
fe (2026)
126 Seiten
kt.