Falsch geliefert
Nina ist schüchtern und ängstlich. Ein Monster würde sie sowohl vor dem grimmigen Hund als auch vor den Schikanen in der Schule beschützen. Als sie einen Katalog der Firma Franken & Stein findet, in dem Monster verschiedenster Art angeboten
werden, entscheidet sie sich für das größte Monster. Mit ihm wären alle Probleme gelöst. Ihre findige Oma beschafft über Crowdfunding das nötige Geld. Doch dann wird Mimi, ein kleines, schüchternes und ängstliches Monster, geliefert. Die Enttäuschung ist riesig. Mimi ist zwar klein genug, um sie vor ihren Eltern zu verstecken, ansonsten erfüllt es Ninas innigsten Wunsch nach einem starken Freund in keiner Weise. Ein Umtausch ist unumgänglich. Als die zwielichtige Firma nach langer Zeit endlich Walter liefert und Mimi mitnimmt, merkt Nina, dass Mimi genau das richtige Monster für sie war. Denn Walter ist derb, verfressen und dumm. Die Suche nach Mimi verläuft abenteuerlich und entlarvt die Praktiken der Firma. – Bertram erzählt gekonnt von Ninas Sorgen, peppt die Handlung mit unzähligen skurrilen Situationen auf und erschafft ein monstermäßig tolles Leseerlebnis mit Komik und Tiefgang. Dineens kunstvolle Schwarz-Weiß-Zeichnungen greifen zentrale Momente der Handlung auf und bereichern das Buch auf eindrucksvolle Weise. – Zum Selbstlesen ab 8 Jahren, aber auch bestens zum Vorlesen (ab 6 Jahren) geeignet.
Manuela Hantschel
rezensiert für den Borromäusverein.
Falsch geliefert
Rüdiger Bertram ; mit Bildern von Mateo Dineen
Tulipan Verlag (2026)
Ninas Monster ; 1
139 Seiten : Illustrationen
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8