Weißer Zug nach Süden
Hals über Kopf verlässt die junge Italienerin Chiara ihre Heimat und zieht vorübergehend zu ihrer Freundin Leonie nach Deutschland. Leonie wiederum lebt kurzfristig in New York. Chiara hütet nicht nur Leonies Haus, sondern übernimmt auch die diversen
Putzstellen ihrer Freundin. Besonders wohl fühlt sie sich in der Wohnung von Herrn Vorden. Obwohl sie diesen Mann nie persönlich kennenlernt, entsteht zwischen ihnen eine Art Seelenverwandtschaft. Chiara nascht Vordens Schokolade, hört seine Musik und entspannt nach getaner Arbeit in seiner Badewanne. Beim Saubermachen findet sie einen Stapel Papiere mit einer Geschichte. Neugierig liest sie die Seiten und muss feststellen, dass sie ihrer eigenen Geschichte sehr ähnelt. In Rückblenden erzählt Chiara aus ihrer Vergangenheit in Italien. Eine leicht melancholische, nachdenkliche Geschichte über die Suche nach einem Platz im Leben. Zu empfehlen.
Pia Jäger
rezensiert für den Borromäusverein.
Weißer Zug nach Süden
Thommie Bayer. Petra Schmidt-Schaller liest
audio media (2015)
3 CD (ca. 215 MIn.)
CD