Frauen am Bauhaus Dessau
Die Autorin hat bereits in anderen Publikationen die weibliche Seite der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Im vorliegenden Band stellt sie kundig und lesenswert die prominenten und weniger prominenten Bauhaus-Damen vor. Dass auf 136
Seiten sich nicht alle Hintergründe, politische Positionen und die wichtige Haltung zum selbstbestimmten Leben der Künstler-Frau darstellen lassen, ist nachzusehen. Wenig auch wird reflektiert, dass die meisten Frauen allein im Schatten und als Partner von Künstler-Männern im Bauhaus ihren Platz fanden. – Das Buch liefert keine umfassende Würdigung der Frauen im Kontext der Bauhaus-Moderne und ihrer Biografien nach 1933, wirft jedoch im nüchtern vorgebrachten Bericht über künstlerische Arbeit und private Liaison ein Licht auf die vom Emanzipationsstreben und Ringen um künstlerischen Erfolg geprägten Lebensläufe. Als Hinführung zum Thema der Frau in der künstlerischen Moderne und der Bauhaus-Geschichte ist das Buch sehr empfehlenswert.
Helmut Krebs
rezensiert für den Borromäusverein.
Frauen am Bauhaus Dessau
Unda Hörner
ebersbach & simon (2025)
blue notes ; 120
141 Seiten : Illustrationen
fest geb.