Die Frau im Schrank

Ein junger Schauspieler, der die Gemeinschaft seiner Kollegen scheut und sich lieber hinter einem Stapel Bücher verbirgt, ist umgezogen und kommt in der neuen Stadt bei einem Freund unter, bis er eine eigene Wohnung findet. Im Gästezimmer steht ein Die Frau im Schrank alter Schrank, dessen Türe sich willkürlich von allein öffnet und der zum Erforschen des Inhalts einlädt. Darin findet der junge Mann, der Du genannt wird, das Foto einer Frau und Gegenstände, die offensichtlich ihr gehören. Du gerät ins Träumen und fühlt sich auf eigenartige Weise zu diesem Schrank und zu der jungen Frau auf dem Bild hingezogen. Die Erzählerin im Roman ist eine ebenfalls eine junge Frau und, wie Du, Schauspielerin. Nach einer Theaterprobe spricht sie den in einer Osteria allein am Tisch sitzenden Du an und aus dieser Begegnung entsteht eine zarte Beziehung. In der Wahrnehmung des jungen Mannes überschneiden sich traumhaft die Frau aus dem Schrank mit seiner neuen Freundin. Zwischen Köln und der Schweiz, wo Du ein neues Engagement hat, festigt sich schmerzvoll und von Träumen durchdrungen die Zuneigung zueinander und endlich wagt Du eine gemeinsame Reise nach Griechenland, wo er als Kind ein schreckliches Trauma erlitten hat. – Der Roman ist in eine ruhige, verträumte Stimmung getaucht, die zeitweise verwirrend wirkt. Es ist herausfordernd, einen Handlungsfaden zu erkennen. Für literarisch anspruchsvolle Leser:innen.

Gabriele Berberich

Gabriele Berberich

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Frau im Schrank

Die Frau im Schrank

Jacqueline Kornmüller
Galiani Berlin (2026)

183 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 625950
ISBN 978-3-86971-341-0
9783869713410
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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