Schwarz und Frau
Die Filmemacherin, Autorin und Friedenspreisträgerin (2021) aus Simbabwe schreibt in 3 Essays aus unterschiedlichen Perspektiven über Fragen zum thematisch weit formulierten Titel. Es geht um das "Schreiben als Schwarze und Frau", "Schwarz, Frau
und die schwarze feministische Superfrau" und über "Dekolonialisierung als revolutionäre Vorstellung". In persönlichen, auch unangenehmen Erinnerungen und Schilderungen, blickt sie auf die Situation der schwarzen Frauen in ihrer Heimat, besonders auf Feministinnen, und macht deutlich, welche Folgen die Kolonialisierung bis in die heutige Zeit hat. Bis heute ist das Leben nicht frei von Ausgrenzung und Unterdrückung; für eine politische Meinungsäußerung wurde T. Dangarembga angeklagt und verurteilt. Die Bezüge reichen über Simbabwe hinaus. - Das informative und lesenswerte Sachbuch ist ab mittleren Büchereien empfohlen.
Michael Müller
rezensiert für den Borromäusverein.
Schwarz und Frau
Tsitsi Dangarembga ; Übersetzung aus dem Englischen von Anette Grube
Quadriga (2023)
157 Seiten
fest geb.