Zipp Zapp Wiggedi Wagg
Eigentlich hat jedes Tier auf dem Bauernhof seine eigene Ausdrucksweise. Aber dem Schaf und der Ziege fällt plötzlich auf, dass sie beide "Mäh" sagen. Jeder beharrt auf seinem Anspruch, bis ein kleiner Außerirdischer auftaucht und das Problem nur
scheinbar löst. Kann man sich die Sprache teilen? Was der Alien als "wiggeln" bezeichnet, ist eine gemeinsame Verständigung, die strenggenommen ja nicht "Teilen" bedeutet, sondern ein Verdoppeln. Wer sich darauf einigen kann, spart sich Konflikte und findet Freunde – ganz so, wie letztlich die Bauernhoftiere vom Teilen profitieren. Schon die jüngsten Betrachter:innen werden mit diesem Bilderbuch zum Nachahmen der Tierlaute angeregt. Dass in dieser Tiergeschichte noch ein Außerirdischer auftauchen muss, wird den vorlesenden Erwachsenen Falten auf die Stirn treiben. Denn ästhetisch haben die Bilder eine Anmutung der 50er-Jahre, als das Figurenpersonal für Kleinkinder begrenzt war. Aber hier geht es um Nachahmung und Lautmalerei, um Sprachspiele und die Überlegung, wie Verständigung möglich ist. Mit dieser Botschaft – Sprache ist für alle da – kann man die Kinder gerne aus dieser Geschichte abholen.
Dominique Moldehn
rezensiert für den Borromäusverein.
Zipp Zapp Wiggedi Wagg
Matthew Diffee ; aus dem amerikanischen Englisch von Bettina Münch
Moritz Verlag (2026)
[56] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3