Toms Geheimnis
Die Autorin möchte Kindern - von Alltagssituationen ausgehend - zeigen, dass das Vertrauen in Gott und Jesus nicht enttäuscht wird. Folglich gehen die Geschichten auch alle gut aus. Der getrennt lebende Vater feiert schließlich in Frieden das Erstkommunionfest
mit. Das Kind, das durch andere Kinder gemobbt wird, erfährt Hilfe. Ein Mädchen, das Außenseiterin in der Klasse ist, bekommt eine Freundin. Der Junge, dessen alleinerziehende Mutter das Geld für den mehrtägigen Kommunionausflug nicht aufbringen kann, erhält finanzielle Hilfe auf eine Weise, die die Familie in ihrem Stolz nicht verletzt. Die Geschichten des Buches zeigen idealtypische Muster, wie Probleme gelöst werden können. Kinder, die sich auf die Erstkommunion vorbereiten, erleben freilich im Alltag, dass nicht immer alles gut ausgeht, dass ihre Wünsche und ihr Sehnen eben nicht immer in Erfüllung gehen. Es wäre hilfreich, wenn wenigstens eine Geschichte sich auch dieser Herausforderung gestellt hätte. Die Geschichten sind erzählerisch und inhaltlich anspruchsvoll und sie sind interessant erzählt. Für viele achtjährige Kinder sind sie zum Selbstlesen eher noch schwierig, daher ist der Hinweis gut, dass die Geschichten eben auch in der Erstkommunionkatechese eingesetzt werden können, wo sie vorgelesen und gemeinsam erarbeitet werden können.
Heike Helmchen-Menke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Toms Geheimnis
Mechthild Maria Pallentin
Bonifatius (2014)
175 S.
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8