Zeitbombe Ostsee

Ermittler Sven Peters wird zu einer Leiche im Strandkorb gerufen. Zunächst wird vermutet, dass der Tote etwas zu tief ins Glas geschaut hat. Beim Tatortbesuch bemerkt Peters Drohnen, die über dem nahegelegenen Marinestützpunkt kreisen. Doch während Zeitbombe Ostsee der Ermittlungen tauchen immer mehr politisch motivierte Aktivitäten auf, die kein Zufall sein können. Es stellt sich heraus, dass alles irgendwie auch mit dem Mordfall zusammenhängt. Dies ist kein normaler Küstenkrimi, sondern ein Krimi, in dem der Autor kritisch auf die verschiedensten Missstände in seiner Lieblingsurlaubsregion hinweisen möchten. Neben der Geschichte des kleinen Ortes Eckernförde prangert der Autor unter anderem an, dass nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges die übriggebliebene Munition in der Ostsee versenkt wurde. Auch das Leck in der Gaspipeline verarbeitet er gekonnt. Das dünne Büchlein ist in großer Schrift gedruckt und schnell gelesen. Der Mordfall ist aber eigentlich eher Nebensache. Die politischen Komplotte Russlands und die Auswirkungen sind eigentlich das Hauptthema. Wer hier einen seichten Küstenkrimi erwartet, dem rate ich von dem Buch ab. Wer Politthriller mag, dem wird das Buch gefallen. Deshalb ist es nur bedingt für die Büchereien zu empfehlen, ich würde es eher für große Bestände empfehlen.

Melanie Bremer

Melanie Bremer

rezensiert für den Borromäusverein.

Zeitbombe Ostsee

Zeitbombe Ostsee

Michael Itschert
Gardez! Verlag (2025)

132 Seiten
kt.

MedienNr.: 755427
ISBN 978-3-89796-307-8
9783897963078
ca. 15,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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