Pier Paolo Pasolini

Beginnend mit dem brutalen – in Wirklichkeit nie gänzlich aufgeklärten – Mord an Pasolini in Ostia im Jahr 1975 schildern die Autoren äußerst eindrucksvoll die Lebensgeschichte dieses Ausnahmekünstlers. Sein Leben und Wirken war geprägt von Pier Paolo Pasolini seinen friaulischen Wurzeln, der gewalttätigen Autorität seines Vaters, der rückhaltlosen Liebe seiner Mutter, seinem Glauben, der ihn die Missstände der Institution Kirche anprangern ließ, und seinem kommunistisch orientierten Gesellschaftsbild, das in krassem Gegensatz zur Realität stand. Seine offen gelebte Homosexualität wurde ihm ebenso zum Verhängnis wie seine drastische Auseinandersetzung mit seinem von Egoismus, Kapitalismus und Globalisierung bestimmten Umfeld. Pasolinis Literatur und seine Filme wurden gefeiert, mit Preisen überhäuft, verschmäht und als destruktiv und sittenwidrig verboten. In schwarz-weiß grafisch hervorragend in Szene gesetzt, rückt der Text an zweite Stelle. Eine Chronologie seines Lebens und kurze Texte zur Einordnung seiner Person am Ende der Graphic Novel komplettieren das positive Gesamtbild. Zur Erweiterung ausgebauter Biografie- und auch Kunstbestände sehr zu empfehlen.

Margit Düing Bommes

Margit Düing Bommes

rezensiert für den Borromäusverein.

Pier Paolo Pasolini

Pier Paolo Pasolini

Denis Gombert, Arnaud Delalande ; Illustrationen: Éric Liberge ; aus dem Französischen von Katharina Kral
BAHOE BOOKS (2026)

93 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 624678
ISBN 978-3-903478-64-0
9783903478640
ca. 28,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Mu
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