750 Meter Glück
Sarah Tischer ist Mitte 20 und hat einen sicheren und gut dotierten Job bei einer Rückversicherungsfirma in Zürich. Die vom Bodensee stammende junge Frau beginnt zunehmend nach einem Sinn im Leben zu suchen, der jenseits von Karriere und Geld liegen
müsste. Sie kündigt, begibt sich 2014 auf den Jakobsweg und benützt dabei eher die alten, weniger frequentierten Pilgerwege durch Frankreich und Spanien. Mitpilger auf Zeit und Begegnungen in Herbergen lassen in Sarah immer mehr den Wunsch nach einem eigenen Haus, wenn möglich einer einfachen Pension wachsen. Zurück in Deutschland kauft sie 2015 in Igelsberg (750 m.ü.d.M.) im Schwarzwald ein altes, renovierungsbedürftiges Haus, das auch früher schon als Ferienunterkunft gedient hat. Mit Familie, Freunden und Unterstützern aus dem Dorf wird so in Kraft raubender Kleinarbeit dem alten Gebäude ein neues Leben eingehaucht. Die Integration ins Dorf gelingt gut und die neue Besitzerin kann hier ihre Vorstellung von einem einfachen, ökologisch sinnvollen und aktiven Leben Wirklichkeit werden lassen. – Tischers Buch beschreibt chronologisch den Weg einer Idee bis zur deren erfolgreichen Umsetzung. In der heute real existierenden "Black Forest Lodge" wurde ihr Traum wahr. Für alle Büchereien empfohlen!
Josef Schnurrer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
750 Meter Glück
Sarah Tischer
8 grad verlag (2025)
301 Seiten
fest geb.