Das Labyrinth des Schattens

Sabina-Esther leidet unter Alpträumen und hat deshalb mehrere Therapien hinter sich. Die Stuttgarter Journalistin erfährt eines Tages von einer Heilerin, die in Krakau lebt. Als Sabina-Esther den Auftrag bekommt, über das jüdische Krakau zu schreiben, Das Labyrinth des Schattens verbindet sie Berufliches mit Privatem. Ihre Mutter ist in Krakau aufgewachsen, und als Sabina-Esther die Heilerin aufsucht, wird sie unter Hypnose von einem kleinen Mädchen durch das ehemalige Krakau geführt. Das Mädchen entpuppt sich als ihre Mutter, die Sabina-Esther mit ihrer Kindheit und ihren Vorfahren bekannt macht, wobei sich gegenwärtige und vergangene Begebenheiten vermischen. In Hypnose erkennt sie auch den Grund für ihre Alpträume. Spannend und unkonventionell lässt Schöne die Leser/innen am realen Geschehen und an den unterbewussten 'Erinnerungen' seiner Protagonistin teilhaben. Interessant ist dabei auch, dass der Leser das intensive religiöse Erleben der ihrem Glauben eher gleichgültig gegenüberstehenden Protagonistin spürt.

Walter Brunhuber

Walter Brunhuber

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Labyrinth des Schattens

Das Labyrinth des Schattens

Lothar Schöne
Klöpfer & Meyer (2010)

299 S.
fest geb.

MedienNr.: 565303
ISBN 978-3-940086-43-3
9783940086433
ca. 21,50 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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