Das Labyrinth des Schattens
Sabina-Esther leidet unter Alpträumen und hat deshalb mehrere Therapien hinter sich. Die Stuttgarter Journalistin erfährt eines Tages von einer Heilerin, die in Krakau lebt. Als Sabina-Esther den Auftrag bekommt, über das jüdische Krakau zu schreiben,
verbindet sie Berufliches mit Privatem. Ihre Mutter ist in Krakau aufgewachsen, und als Sabina-Esther die Heilerin aufsucht, wird sie unter Hypnose von einem kleinen Mädchen durch das ehemalige Krakau geführt. Das Mädchen entpuppt sich als ihre Mutter, die Sabina-Esther mit ihrer Kindheit und ihren Vorfahren bekannt macht, wobei sich gegenwärtige und vergangene Begebenheiten vermischen. In Hypnose erkennt sie auch den Grund für ihre Alpträume. Spannend und unkonventionell lässt Schöne die Leser/innen am realen Geschehen und an den unterbewussten 'Erinnerungen' seiner Protagonistin teilhaben. Interessant ist dabei auch, dass der Leser das intensive religiöse Erleben der ihrem Glauben eher gleichgültig gegenüberstehenden Protagonistin spürt.
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Labyrinth des Schattens
Lothar Schöne
Klöpfer & Meyer (2010)
299 S.
fest geb.