Der japanische Garten

Jonas, erfolgreicher Unternehmensberater, ist genervt von einer Präsentation, in der es um Rationalisierung und damit Entlassungen geht, denen er nicht zustimmt. Er flieht aus dem Konferenzsaal. Unterwegs steht er plötzlich vor einem japanischen Der japanische Garten Garten. Neugierig tritt er ein und muss gleich an der Pforte sein Handy abgeben. Jonas lässt sich auf einen Spaziergang durch den Garten ein, bei dem ihn etappenweise diverse kundige Personen begleiten, Aya, ehemals Übersetzerin, Oskar, ein sehr gut informierter Junge, und Herr Sato, ehemals Banker und jetzt Pförtner. Jonas durchläuft Stationen, in denen er unerwartete Herausforderungen meistern muss. Letztendlich geht es um die japanische Lebenskunst Ikigai und die Entdeckung von Magie im Alltag und Schönheit im Kleinen. Die fünf Stationen von Ikigai sind: Klein anfangen, Loslassen lernen, Harmonie und Nachhaltigkeit leben, Freude an kleinen Dingen finden, Im Hier und Jetzt sein. Ikigai hat nichts mit skandinavischer „Hygge“ oder bayerischer „Gemütlichkeit“ zu tun, bei der man es sich einfach gut gehen lässt. Hier ist Arbeit am eigenen Ich gefragt, Erkenntnisse, Selbstüberwindung, Entscheidungen und mitunter Kehrtwenden im Leben. Jonas meistert die Aufgaben und fühlt sich am Ende befreit von seinen Zwängen. Bei aller Philosophie liest sich das Buch spannend, denn man will ja wissen, wie es mit Jonas weitergeht. Glänzend geschrieben und durch stimmungsvolle Illustrationen ergänzt. Als unterhaltsamer Einstieg ins Thema gern empfohlen.

Barbara Riedl

Barbara Riedl

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Der japanische Garten

Der japanische Garten

Katja Kruckeberg
Scorpio Verlag (2026)

140 Seiten : Illustrationen (farbig)
kt.

MedienNr.: 755974
ISBN 978-3-95803-665-9
9783958036659
ca. 12,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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