Adieu, Ella
Elke Rutzenhöfer erlebt das wohl Schlimmste, was einer Mutter widerfahren kann: Bei ihrer Tochter wird Krebs diagnostiziert, und nachdem es zunächst nach Heilung aussah, bekommen beide bald die niederschmetternde Diagnose: unheilbar. Mit viel Empathie
beschreibt die Autorin, wie sie, der Partner ihrer Tochter, die Familie und Freunde sich aufopferungsvoll um die Todkranke kümmern. Wie sie den tragischen Tod durchstehen konnten und wie die Mutter danach mühsam versucht, wieder zu einem für sie normalen Leben zurückzukehren, Nur langsam gelingt ihr dies, und bis zum Schluss verharrt sie in Verbitterung über ihr Schicksal und leidet immens unter dem Tod ihres gelebten Kindes. – Dieses Buch ist hochemotional geschrieben. Sicher kann es für Leserinnen und Leser, die ebenfalls einen Angehörigen durch den Tod verloren haben oder ihnen dies noch bevorsteht, helfen, hilfreich sein in ihrer Situation. Was noch schöner wäre, der Autorin aber leider (noch) nicht gelungen ist, wäre eine Beschreibung, wie sie das furchtbare Erlebnis so verarbeitet, dass für sie ein gangbarer Weg in ein normales Leben beginnen kann. Dennoch für die Abteilung Lebenshilfe von Büchereien jeder Größe zu empfehlen.
Günter Bielemeier
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Adieu, Ella
Elke Rutzenhöfer
bene! (2026)
139 Seiten
fest geb.