Die kleine Spitzmaus

Die kleine Spitzmaus führt ein Menschenleben: sie hat eine eigene Wohnung, geht tagtäglich zur Arbeit, sie musiziert, spielt und bekommt Besuch von Freunden. Die jungen Betrachter:innen werden hier das Leben der Erwachsenen wiedererkennen. Der geregelte Die kleine Spitzmaus Takt der Tage gibt die Struktur der drei Kapitel vor. Die Mahlzeiten, der Arbeitsweg, Einkäufe, Haushalt und Freizeit sorgen für einen Rhythmus, in den Kleinkinder hineinwachsen und der Halt und Sicherheit gibt. Der Text erzählt mit großer Ruhe vom Geschehen und nähert sich gesprochener Sprache an. Auch Leseanfänger:innen werden (dank der serifenlosen Schrift) die kurzen Textzeilen gut bewältigen können. Und auch die Illustrierung setzt auf eine klare, fokussierte Bildsprache und wiedererkennbare Motive. Es ist bemerkenswert, dass diese Geschichte mit großer Sympathie von ihrer niedlichen Hauptfigur erzählt und sich dabei aber jeglicher Rührung oder kitschiger Anmutung enthält. Man kommt der Figur zwar sehr nahe und dennoch bleibt der Blick auf sie diskret. Diese feine Balance auf jeder Seite zu wahren, ist das große Plus dieses schönen, liebenswerten Buchs.

Dominique Moldehn

Dominique Moldehn

rezensiert für den Borromäusverein.

Die kleine Spitzmaus

Die kleine Spitzmaus

Akiko Miyakoshi
Verlagshaus Jacoby & Stuart (2025)

[80] Seiten : überwiegend farbig
fest geb.

MedienNr.: 621786
ISBN 978-3-96428-262-0
9783964282620
ca. 14,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 7
Systematik: KE
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