Knüppeldick

Von einer älteren Dame wird Privatdetektiv Eugène Tarpon beauftragt, ihre verschwundene blinde Tochter zu finden. Ein befreundeter Polizist rät ihm schon von Anfang an, sich keine Mühe zu geben. Doch dann wird Tarpon von zwei Schlägern in seinem Knüppeldick Büro aufgesucht und die Auftraggeberin am Bahnhof vor seinen Augen erschossen. Bald gerät der Schnüffler in einen undurchsichtigen Fall mit Altnazis, korrupten Polizisten und einer bizarren Sekte. Auch sein zweiter (Routine-)Auftrag um einen Diebstahl entpuppt sich als Teil der Verschwörung. In einer weiteren Adaption eines Romans seines Vaters Jean-Patrick Manchette nahm sich Autor und Journalist Doug Headline nach „Volle Leichenhalle“ den zweiten und letzten Fall des abgehalfterten Privatdetektivs Tarpon vor. Im Gegensatz zur Verfilmung „Rette deine Haut, Killer“ von 1981 mit einem schlagkräftigen Alain Delon kann sich der Antiheld oft nur durch Zufall vor Anschlägen retten, wird verletzt und trifft mitunter falsche Entscheidungen. Der sozialkritische Plot schlägt wilde Haken und unterläuft bewusst Erwartungen bis zum überdreht-blutigen Finale. Max Cabanes fängt mit einer mitunter monochromen Farbgebung das triste Siebziger-Milieu ein, bei dem man sich vor allem vor dem Beamtenapparat hüten muss.

Gregor Ries

Gregor Ries

rezensiert für den Borromäusverein.

Knüppeldick

Knüppeldick

nach dem Roman von Jean-Patrick Manchette ; bearbeitet von Max Cabanes & Doug Headline ; aus dem Französischen von Resel Rebiersch
schreiber&leser (2026)

noir
103 Seiten : farbig
fest geb.

MedienNr.: 625499
ISBN 978-3-96582-226-9
9783965822269
ca. 24,80 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
Diesen Titel bei der ekz kaufen.