Wer weiß, was Glück ist?
Dieses außergewöhnliche Bilderbuch zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie vielfältig Glück sein kann. Es geht der Frage nach, was Glück eigentlich ist, wo man es suchen und vielleicht sogar finden kann, oder ob es sich nicht manchmal ganz von selbst
einstellt. Das Buch kommt mit wenig Text aus; der wiederkehrende Zweizeiler "Wer weiß, was Glück ist, sage es und behalte es nicht für sich" bildet dabei den poetischen Rahmen. Die Intention dahinter ist klar: Die Betrachtenden sollen selbst über das Wesen des Glücks nachdenken, einfache Antworten gibt es nicht. Für diese Auseinandersetzung braucht es einen erwachsenen Vermittler, denn das philosophische Potenzial der Geschichte eröffnet sich nicht immer auf den ersten Blick. Doch nicht nur die Gedanken über das Glück ziehen in den Bann, auch die Illustrationen sind ein echtes Erlebnis. Marco Somà, der für seinen unverkennbaren Stil bekannt ist, verbindet eine verträumte, detailreiche Bildsprache mit Einflüssen der viktorianischen Ästhetik. Anstelle von Menschen bevölkern fein gekleidete, anthropomorphe Tiere die Szenen, die in sanften Farben gestaltet und in eine surreal anmutende, oft maritime Atmosphäre gesetzt sind. – Dieses Bilderbuch ist in jeder Hinsicht etwas Besonderes. Es eignet sich für den gezielten Einsatz in Kitas, regt zum Philosophieren an und begeistert nicht zuletzt auch Sammlerinnen und Sammler hochwertiger Kinderbuchkunst.
Martina Mattes
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wer weiß, was Glück ist?
Luca Tortolini ; Marco Somà ; übersetzt aus dem Italienischen von Paola Sfilio und [einer weiteren]
Carl-Auer-Kids (2025)
[32] Seiten : farbig
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3