Strasbourg
Herzstück des Spiels sind die verdeckten Versteigerungen um das Recht, ein eigenes Familienmitglied, also einen Pöppel der eigenen Farbe, auf dem Spielplan zu platzieren. Das bringt am Ende Siegpunkte. Wenn man es schafft dabei noch Zusatzpunkte
durch angrenzende Sondergebäude bzw. Kirchen abzugreifen und geheim zugeteilte Aufgaben zu erfüllen, liegt der Sieg in greifbarer Nähe. Es gehört daher einige Planung zum sinnvollen Einsatz der Einflusskarten - davon hat jeder die gleiche Menge, die Reihenfolge ihres Erscheinens ist jedoch zufällig - bei deren Aufteilung auf die sieben Bietphasen jeder der fünf Runden. Bei fast allen Bietphasen bekommt auch der Zweite, ab vier Spielern oft noch der Dritte eine Aktionsmöglichkeit. Dabei werden sorgfältige Planungen auch mal zunichte gemacht, was für einzelne einen enttäuschenden Spielverlauf bringen kann. Erfahrene Spieler schätzen dennoch die ineinander greifenden Mechanismen und die Aktionsmöglichkeiten, die sich erst nach einigen Runden erschließen. Auch wegen der Empfehlung durch die Jury "Kennerspiel des Jahres" für Vielspieler, und nur für diese, eine interessante Herausforderung mit relativ viel Spielmaterial und gut strukturierter Regel.
Lotte Schüler
rezensiert für den Borromäusverein.
Strasbourg
Stefan Feld. Ill.: Alexander Jung
Pegasus Spiele (2011)
1 Sp. (Plan, 5 Sichtschirme, 87 Holzteile, 150 Kt., 5 Tafeln, 45 Plättch., 40 Münz., Übers., Anl.)
Spiel