Das Leuchten im Grenzland
Nino gehört zu einer Jugendclique, die in der schweizerischen Provinz abhängt. Eines Tages beschließt er, mit seinem Mofa über den Gotthardpass nach Rimini an die italienische Adria zu fahren. Dort hat er als Kind mehrmals mit seinen Großeltern
die Ferien verbracht. Ob er dort ankommt, erfährt der Lesende letztlich nicht. Dafür aber umso mehr über Ninos Familiengeschichte. Jahre später erzählt ihm seine Großmutter von ihrer Jugend im armen Nachkriegsitalien und wie sie einst ihren Weg als Auswanderin aus der Armut in die Schweiz fand. Und auch der Mitbewohner Bruno kann aus einem interessanten Leben berichten. - Der Schweizer Autor und Illustrator Beeler erzählt eine berührende, generationenübergreifende Geschichte über Lebensträume, die er mit emotional aufgeladenen Aquarellzeichnungen ausstattet. Diese vermitteln dem Betrachtenden sowohl die Wärme und Heiterkeit des mediterranen Lebens als auch die Schwermut eines Daseins in einem Altersheim. Für ausgebaute Bestände eine auf alle Fälle sowohl vom Inhalt als auch von der künstlerischen Gestaltung her lohnende Graphic Novel.
Siegfried Schmidt
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Leuchten im Grenzland
Pirmin Beeler
Edition Moderne (2022)
229 Seiten : farbig
fest geb.